Akkreditiert für die Sicherheit der Patienten

Die Akkreditierung medizinischer Laboratorien gilt als ein wichtiges Verfahren zur externen Qualitätsprüfung und wird sowohl in Deutschland als auch international trotz freiwilliger Durchführung als „Goldstandard“ angesehen. Der Begriff Akkreditierung leitet sich vom lateinischen Wort „accredere“ für „Glauben schenken“ ab und ist ein Instrument zur Qualitätsbeurteilung von Unternehmen. Gegenstand der Akkreditierung ist die Konformitätsbestätigung, die Überprüfung der fachlichen Kompetenz sowie die Einhaltung der Qualitätsstandards von Institutionen unter Berücksichtigung bestimmter Qualitätsvorlagen. In medizinischen Laboratorien erfolgt die Konformitätsbewertung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS), bei der die Umsetzung der festgelegten Kriterien gemäß der Norm DIN EN ISO 15189 begutachtet werden. Eine erfolgreiche Akkreditierung wird seitens der DAkkS mittels einer Akkreditierungsurkunde bescheinigt und besitzt eine Gültigkeit von fünf Jahren. Damit die Qualität und Kompetenz des akkreditierten Labors auch innerhalb des Gültigkeitszeitraums erhalten bleibt, erfolgen in festgelegten Intervallen drei Überwachungen. Vor Ablauf der gültigen Akkreditierungsurkunde wird auf Wunsch des Labors erneut ein Antrag auf die Reakkreditierung gestellt.

Ohne Labormedizin keine Diagnostik

Die Akkreditierten Labore in der Medizin bieten das komplette Spektrum der modernen Labordiagnostik an. Sie sorgen außerdem dafür, dass die Testergebnisse und Befunde schnell zum einsendenden Arzt und somit zum Patienten gelangen für eine zügige weitere Therapieplanung.

Für fast jeden Patienten, der beim niedergelassenen Haus- und Facharzt oder im Krankenhaus behandelt wird, wird eine Laboruntersuchung angefordert. Diese sind für viele Patienten so etwas wie die „unsichtbare“ Medizin. Tatsächlich bekommt ein Patient seinen Laborarzt, Mikrobiologen, Virologen oder Infektionsepidemiologen in aller Regel nicht selbst zu Gesicht. Dabei steckt hinter zwei von drei Diagnosen die Expertise eines Facharztes aus dem Labor. Bei der Diagnose und Behandlung komplexer Krankheitsbilder, wie Krebs, sind es deutlich mehr. Ebenso spielen sie eine Rolle bei der Dosierung von Medikamenten oder der Risikoabschätzung für Herzinfarkte und beim Einsatz von zielgerichteten Therapien, beispielsweise bei Antibiotika-Resistenzen.

(Quelle: https://www.alm-ev.de; Mai 2019)